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Tolstafanz
Spielleut, die herangereist sind, um nun auf allerley Instrumentarium
dem Volke aufzuspielen.
Melodeien, wie sie schon oft gespielt wurden, werden nun von diesen
Musikanten zu neuem Leben erweckt.
Kinderritterturnier
Beim Ritterturnier messen sich die Kindlein in einem Wettkampf.
Es geht um Geschick, Schnelligkeit und Ausdauer. Wenn sie ,
gut gerüstet, von ihrem Gefolge lauthals angespornt ihre
Aufgaben gelöst haben, winkt ihnen die Aufnahme in den
Ritterstand.
Die Schwertkämpfer
Wo viel Volk, aber auch Gelichter zusammen kommt, wer könnt
da schon besser für die rechte Ordo sorgen als jene hohen
Herren, die allhier ihr Lager aufgeschlagen haben. Doch nit nur
das – wer sie bei ihren Exercitien beobachten durfte, weiß,
warum man von Kampfeslust spricht.
Der Gaukler
Ein Ruf hallt durch die Gassen: „Die Gaukler sind in der
Stadt!“ Doch wahre Tausendkünste sind’s, die
Euch vor Augen geführt werden. Staunenswert, wie jedwede
Gerätschaft durch die Lüfte gleiten als hätten
sie kein Gewicht.
Die Nachtigal vom Nekarthal
Gar minnigliche Weisen weiß er zum Besten zu geben und
rührt damit so mancher Jungfer Herze; aber auch die „Actualitas“ weiß er
geschickt in Reime zu kleiden, um sie mit altbekannter Melodey
zu Gehör zu bringen.
Fadenreych
Die Handpuppen weiß er so trefflich zu führen als
hätte er den hülzernen Wesen Leben eingehaucht. Wenn
er, zum Exempel, die Mär vom kleinen Helden zum Besten gibt,
kann sich niemand ob groß, ob klein seinem Zauber entziehen.
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Samstag,
den 9. des Septembris 2006
11.00 h Langsam wird es lebendig
Das bunt zusammen gewürfelte Volk erwacht. Da und dort findet man sich
zum
gemeinsamen Morgenmahl. Die Garbräter, Bäckerinnen, Köche und
all die anderen
beginnen mit ihren Vorbereitungen. Unter Rumpeln, fröhlichen Grüßen,
aber auch manch
Anfeindungen werden die letzten Karren herbeigezogen. Doch nach manchem Hin
und Her
finden auch sie einen Platz um ihrem Gewerbe nachzugehen.
11.15 h Vermahnung der Spielleut
Der hohe Magistrat trifft ein und die Handwerker und Händler eilen zur
Bühnenmitten. Der
Marktvogt garselbst ermahnt ein jeden Handwerker, sein Handwerk auszurichten,
wie es
sich geziemet. Der Handel mit verdorbenen Waren sei verboten und das Füllen
der Becher und Krüge bis zum Eichstriche sei stündlich zu überprüfen.
Itzund ziehen die Spielleut und Vaganten mit lauter Musici auf den Plan und
werden sogleich zur Ordnung gerufen. Nach
diesem Procedere erklärt der Stadtvogt den Markt für eröffnet
und ein Fanfarensignal er-
schallt unter dem Jubel des Volkes. 11.45 h Tolstafanz
Dumpf dröhnt die Donnertrummel, wenn jene Spielleut die Weisen zum Besten
geben,
die sie auf staubigen Pfaden weitgereist wie sie sind, in ihr Notenbüchlein
geschrieben.
12.30 h Gaukler
Gaukler, die die Schwerkraft wie auch die Jungfern überwinden, dem Volke
zur allgemeinen Kurtzweyl, den Müttern zum Schrecken.
13.00 h Kinderritterturnier
Wildes Getrappel schallt über den Plan, wenn die Kindlein sich messen.
Viele Exercitien
wollen bestanden seyn, ehe sich die Kindlein vor der Obrigkeit verneigen, um
in den
Ritterstand erhoben zu werden. 14.00 h Tolstafanz
So werdet Ihr nimmermehr ruhig zu stehen vermögen.
14.30 h Fadenreych
Anrührende Märlein werden für die Kindlein zum Besten gegeben.
15.30 h Die Schwertkämpfer
Ein Ruf hallt durch die Gassen: „Die Schwertkämpfer rüsten
sich zum Kampfe!“. 16.00 h Gaukler
Staunenswert, wie jedwede Gerätschaft durch die Lüfte gleiten.
16.30 h Der Tanz der Marktleut und Vaganten
Zum Markttanze gerufen werden all die Marktleut, denn neben der Arbeit soll
auch die
Freud am Tanze gezeigt werden dürfen.
17.00 h Die Nachtigal vom Nekarthal
Mit seinen Melodeyen rührt er manch Jungfer Herze. Aber auch die „Actualitas“ des
Tage
kummt nit zu kurz.
17.30 h Geteert und gefedert
Jacob hat sich im Lager der Rittersleut eingefunden, um die ein oder andere
Wettkampfart einzuüben. Als jedoch ein Pfaffe als Gaukler entlarvt
wird, der von Maria als Spion geschickt wurde, ergeht es ihm übel und er wird zum Hohn und Gelächter über
den Plan
geführt.
18.00 h Die Schwertkämpfer
Staunend mag das gemeine Volk sehen, wie die hohen Herren ihre Exercitien betreiben.
18.30 h Tavernenspektakel
Gaukler, Musici und Puppenspieler sind zusammengekommen, um mit ihren besten
Stücklein voreinander zu brillieren. Derweil gesellen sich auch die Handwerker,
Händler und der Rest des bunten Völkchens hinzu und gemeinsam singen und tanzen
sie.
20.00 h Ein Signum beendet den Tag
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Sonntag, den 10.
des Septembris 2006
11.00 h Ein Fanfarensignum erschallt
Auch am Tag des Herrn scheucht man die letzten Schläfer von der Strohschütte
und mit
allerhöchster Genehmigung öffnen die Stände.
11.15 h Feierliche Eröffnung
Der Marktvogt eröffnet begleitet von dem Rittersvolk, Vaganten
und Spielleuten den
Markt.
11.45 h Gaukler
Staunenswert, wie jedwede Gerätschaft durch die Lüfte gleiten.
12.15 h Tolstafanz
Gar meisterlich verstehen sie es, ihre Instrumenta und Eure Ohren zum Klingen
zu
bringen.
13.00 h Kinderritterturnier
Niemand weiß vorher, wer in den Stand der Ritter geschlagen wird.
13.30 h Die Nachtigal vom Nekarthal
So manche Historie gibt er zum Besten.
14.00 h Die Schwertkämpfer
Staunend mag das gemeine Volk sehen, wie die hohen Herren ihre Exercitien betreiben.
14.30 h Fadenreych
Diese hülzernen Puppen erzählen so manche Mär vom kleinen wilden
Tier und schönen
Prinzessinnen.
15.00 h Gaukler
Allerley Allotria werden Euch hier vor Augen geführt.
16.30 h Die Schwertkämpfer
Ein Ruf hallt durch die Gassen: „Die Schwertkämpfer rüsten
sich zum Kampfe!“.
17.30 h Der Wettkampf
Unter großem Jubel treffen die beiden Gegner Jacob und Maria vor der
Bühnenmitte
ein. Angefeuert vom Volke sollen dreen Einzelaufgaben gelöst werden, bevor
feststeht, wer
denn nun wirklich das Zeug zum Spielmannskönig hat. Auf das der bessere
gewinnen
möge.
18.30 h Zur Feier des Tages
An der Bühnenmitten geben die Spielleut und Gaukler so manche Probe ihrer
Kunst.
doch bevor das Fest beendet ist, nehmen die Geschehnisse der letzten Tage noch
einmal
eine überraschende Wende.
19.00 h Ein Signum beendet den Tag
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